Berichte 2012
Freundschaftswanderung rund um Weingarten
Am Sonntag, den 30.09.2012, fand unser zweites Freundschaftstreffen mit der Association Rando Loisirs Barberousse Haguenau statt. Nach unserer ersten Begegnung im Juni trafen wir uns diesmal am Bahnhof Weingarten und wurden im dortigen Bistro mit Kaffee, Kuchen und Croissants bestens empfangen. Unsere französischen Gäste hatten außerdem selbstgebackenen Gugelhupf mitgebracht. Nach herzlichen Begrüßungsworten von Klaus Goerke wurde uns durch Jean-Michel Malet ein Aquarell aus der Werkstatt eines französischen Wanderfreundes überreicht.
Anschließend ging es durch die Bahnhofstraße hoch zum Turmberg. Herr Bartholomä vom Bürger- und Heimatverein hatte es sich trotz gleichzeitiger Eröffnung des Heimatmuseums in der Durlacher Straße nicht nehmen lassen, eine Turmführung für unsere Gäste durchzuführen. Dafür nochmals ganz herzlichen Dank. Anschließend machten sich 37 wackere Wanderer auf, den Katzenberg auf einer der Routen des Schwarzwaldvereines zu erklimmen. Dabei waren an diesem herrlichen Tag alle Teilnehmer von der wunderschönen Aussicht auf Weingarten und das Rheintal sowie von den vielen Weinsorten, die in Weingarten angebaut werden, begeistert.
Über die Sohlsiedlung kamen wir zum Wasserhochbehälter, an dem wir von unserer Vorstandskollegin Monika Möll und ihrem Ehegatten Thomas mit Prosecco und Gebäck überrascht wurden. Dir, liebe Monika sowie Thomas, nochmals recht herzlichen Dank. Nachdem wir uns etwas länger als gedacht verweilt hatten, begann der Abstieg ins Walzbachtal. Über den Schloßbergsee und an den Resten der Burg Schmalenstein vorbei kamen wir zum Weingut Schäfer. Mit einer sehr guten badischen Küche und Weingartener Weinen wurde der Freundschaftsgedanke gepflegt, und mit dem Badener Lied wurden schließlich unsere Gäste mit Blick auf das nächste Treffen verabschiedet.
Der Vorsitzende bedankte sich herzlich bei allen Beteiligten, besonders aber bei unseren Gästen für ihr Kommen und bei unserem Vorstandsmitglied Wolfgang Schneider, der die Koordination mit vielen schönen Einfällen übernommen hatte und natürlich auch die Wanderführung mit fachkundlichen Erläuterungen in französicher Sprache durchführte.
Hier ein paar Schnappschüsse von der Begegnung
Wenn Sie eine langsame Internetverbindung haben, bitte etwas Geduld.
Sie können das Video im Vollbild-Modus abspielen mit Rechtsklick (in den Rahmen)/Zoom/Vollbild
Sonnwendfeier bei Blitz und Donnerstag
Nicht nur in Stonehenge war die bekannte Sommersonnwende in diesem Jahr durch starken Regen geprägt, sondern auch beim Schwarzwaldverein Weingarten erlebten die rund 60 Teilnehmer hautnah Blitz und Donner!
Beim Start im Schulhof zur Wanderung zur „Schönen Aussicht“ auf dem Kirchberg fielen vom bedeckten Himmel ein paar Regentropfen, die aber nicht länger die Wandergruppe ärgerten. Am Ziel angekommen genossen alle die frischen Getränke und die guten Backwaren, vor allem aber die herrliche Sicht auf Weingarten, auf die Vorbergzone in Richtung Durlach oder Bruchsal und über die Rheinebene hinweg zu den Pfälzer Bergen. Dies war dann auch der Grund, das dafür passende Lied anzustimmen: „Das schönste Land in Deutschlands Gaun das ist mein Badner Land“!
Bei netter Unterhaltung und guter Stimmung entfachte gegen 21:00 Uhr Wanderwart Reinhold Mangei das Sonnwendfeuer, das bald mit seinen hohen Flammen von weitem zu sehen war und alle erinnerte, dass heute der längste Tag des Jahres ist. Doch in diesem Jahr schien die Sonne leider nicht den ganzen Tag. Deshalb sah man auch nicht, wie in den letzten Jahren, die Sonne über dem Pfälzer Wald untergehen. Im Gegenteil, von Südwesten wurden die Wolken immer dichter und dunkler, man sah die ersten Blitze und hörte entfernt den Donner. Nun stellte sich die Frage: geht das Gewitter den Rhein runter oder steuert es das Sonnwendfeuer des Schwarzwaldvereins an? Letzteres war der Fall. Die Blitze wurden immer heller und der Regen wurde von Minute zu Minute stärker. Zum Glück hatten sich viele der erwartungsvollen Teilnehmer schon früher auf den Heimweg gemacht. Der Regen war hilfsbereit für das Organisationsteam Reinhold, Winfried, Wolfgang und Herbert und löschte „profihaft“ das Feuer!
Im Gegensatz zu Stonehenge zog es die Weingartener früher als sonst nach Hause; nass war man zwar auch, aber die warme Dusche zuhause war sehr angenehm. Und wie man hört, soll das Wetter am Freitag, den 21. Juni 2013, wolkenfrei sein.


Viel Sonnenschein rund um den Lago Maggiore
Wander- und Studienwoche 2012 des Schwarzwaldvereins
Seit 1991 lädt der Schwarzwaldverein seine Mitglieder und Freunde in den Pfingstferien zu einer einwöchigen Fahrt ein, bei der Kultur, Natur und Wandern im Mittelpunkt stehen. Zu Beginn wurden Reiseziele in den neuen Bundesländern ausgewählt, um den „Wessis“ die Schönheit dieser Bundesländer zu zeigen. In den letzten Jahren führen die interessanten Fahrten abwechselnd ins Ausland und nach „D“.
Auch in diesem Jahr traf der Spruch zu „Wenn Engel reisen, lacht der Himmel“, denn die 42 Teilnehmer kamen braun gebrannt am vergangenen Sonntag von der Tour zurück. Am Pfingstmontag startete Conny im Trischan-Bus pünktlich um 7:30 Uhr und das erste Ziel war Gaienhofen am Untersee des Bodensees. Dort wurde aus Anlass des 50. Todestages des bekannten Dichters Hermann Hesse (1877 – 1962) das Hermann-Hesse-Höri-Museum besucht, wo der Dichter und Maler von 1904 – 1912 lebte. Die Gemäldegalerie des Museums präsentiert Werke der zahlreichen, bekannten Künstler, die sich dort auch niederließen. Nach dem zweistündigen Besuch wurde im nahen Stein am Rhein die Mittagspause gemacht, um auch in der Altstadt die großflächigen Fresken an den spätgotischen bzw. frühbarocken Bürgerhäusern und am Rathaus zu bewundern. In einem der Straßencafes am Marktplatz vergisst der Gast vor lauter Schauen schon einmal seinen Kaffee. Nach guter Fahrt erreichte man am Abend die „Bleibe“ für die nächsten Tage: das Hotel „La Castagnola“, ein früheres Eliteinternat, in Verbania-Pallanza, von wo man einen herrlichen Blick auf den Lago Maggiore hat.
Der 2. Tag war der Reisproduktion in der Provinz Novara gewidmet. Überall waren die Reisfelder zu sehen, die u.a. vom Wasser des Lago Maggiore „profitieren“ und auf denen verschiedene Reissorten angebaut werden; darunter auch der schwarze Reis Venere, den man bei einem guten Rotwein und Mineralwasser verkosten konnte. In der Provinzhauptstadt Novara zeigte die Reiseleiterin Laura Parola die Überreste römischer Bauwerke und die Kirche San Gaudenzio, nachdem sie am Vormittag in Nazzaro Sesia das bekannte Kloster besuchte, wo auf Fresken das Leben von San Benedetto dargestellt ist.
Am nächsten Tag erwartete Urs von der Crone hinter der italienisch-schweizerischen Grenze die Gruppe, die auf der engen Küstenstraße die Routine des Busfahrers bestaunte, aber auch oft über das riskante Fahren so mancher Motorradfahrer den Kopf schütteln musste. Urs erklärte in seinem sympathischen „Schwyzer-Dütsch“ die herrliche Landschaft, die Inseln und vor allem Lugano, die Finanzstadt des Tessins. Ein Stadtrundgang machte das „dolce far niente“, das süße Nichtstun, deutlich. Nach einer Mittagspause in der legendären „Grotto Chavicc“ wanderten alle hoch nach Montagnola, wo Hermann Hesse von 1919 bis zu seinem Tod in zwei schönen Häusern lebte, eines davon dient heute als Museum.
Der freie Tag, es war bereits Donnerstag, wurde von allen mit einer Schifffahrt auf dem Lago Maggiore genutzt, wobei man an allen Orten und Inseln individuell eine Pause einlegen konnte. Für alle war die berühmte Isola Bella und die Stadt Stresa ein „Muss“. Die Isola Bella galt bereits zur Barockzeit als so genanntes Weltwunder. Der Palazzo Borromeo beeindruckt, doch einen noch stärkeren Eindruck hinterlässt der terrassenförmig angelegte Park. Und in Stresa kann man heute noch spüren, dass der Ort einst einer der vornehmsten Badeorte Italiens war – ins Alter gekommene Grand Hotels belegen dies.
Am 5. Tag führte die Badenerin Susanne Mayer die Gruppe in das bekannte Städtchen Ascona. Unterwegs wartete die Fähre, die die Mitglieder des Schwarzwaldvereins auf die Brissago – Inseln brachte, um dort den botanischen Garten zu erleben, wo im Freien eine große Zahl subtropischer Gewächse gesammelt und ihrer Herkunft nach entsprechend angepflanzt werden. Die Uferpromenade von Ascoan wurde für alle ein Höhepunkt der Reise. Am Nachmittag wanderte Susanne mit den „Aktiven“ auf dem Panoramaweg von Cannero, während die „Geruhsamen“ in Cannobio durch die Altstadt oder auf der Uferpromenade bummelten.
Am nächsten Tag, leider schon der letzte Reisetag, erfüllte Urs den Wunsch vieler Damen und führte sie auf den Markt in Bellinzona, der Hauptstadt des Tessin. Durch die zentrale Lage der Stadt wurden bereits im 13. Jahrhundert drei mittelalterliche Burgen errichtet, die heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören: das Castelgrande in der Altstadt, darüber am Hang das Castello die Montebello und noch weiter oben das Castello di Sasso Corbaro. Mit dem Fahrstuhl gelangten alle auf das Castelgrande mit einem herrlichen Rundblick auf die Stadt und die Bergwelt – und auch auf einige Weinberge. Nachmittags stand dann noch ein Stadtrundgang von Locarno auf dem Programm, der den südländischen Charme der Stadt zeigte, u.a. an dem berühmten Piazza Grande.
Zurück im Hotel machte man sich frisch für das abschließende Abendessen in der typischen „Trattoria Imbarcadero“ auf der Fischerinsel bei Stresa, wo es endlich auch einmal Fisch zum Abendessen gab. Dies war ein gelungener Abschluss. Und zum Kofferpacken war auch noch Zeit nach einem letzten Blick auf den Lago. Auf der Heimreise wurde in Luzern ein zweistündiger Stopp gemacht, um sich zu stärken und die Altstadt mit ihrer berühmten Holzbrück zu besuchen. Bis dahin war die Sonne der Gruppe treu, doch kurz vor Basel fing es an zu regnen. Doch alle saßen im bequemen Bus, wo Horst Kreuzinger dem 1. Vors. Klaus Goerke für die Reiseleitung und das gelungene Programm dankte. Dieser wiederum dankte dem Chauffeur Konrad Winizuk. Sicher haben sich alle Reiselustigen wieder zuhause eingelebt und erinnern sich mit den vielen Fotos an die Tage am Lago Maggiore.






Jahreshauptversammlung am 09.03.2012
Großes Interesse an der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe Weingarten des Schwarzwaldvereins
Zur diesjährigen Hauptversammlung der Ortsgruppe Weingarten am 09.03.2012 kamen so viele interessierte Mitglieder, dass es im Nebenraum des Clubhauses der Fußballvereinigung in der Waldbrücke ziemlich eng wurde (Bild 1).
Nach der Begrüßung gab der 1. Vorsitzende Klaus Goerke einen Rückblick auf das vergangene Jubiläumsjahr ab. Die angebotenen Veranstaltungen fanden alle sehr gute Resonanz. Ein erfreulicher Nebeneffekt ergab sich durch die Versendung der Festschrift an die ehemaligen Freunde vom Vogesenclub. Die neu gegründete Association Rando-Loisirs Barbebousse unter Jean-Marie Malet schlug vor, wieder gemeinsame Wanderungen durchzuführen. So findet am 24.06.2012 eine Wanderung "Rund um Weissenburg" und am 30.09.2012 eine Wanderung "Rund um Weingarten" statt. Dies wird sicherlich ein Beitrag zur freundschaftlichen Nachbarschaft sein.
Ein Wermutstropfen für den Vorstand war es, den Weingartner Weinwandertag in andere Hände übergeben zu müssen. Seit 1988 organisierte die Ortsgruppe die in Nah und Fern sehr beliebte Veranstaltung. Klaus Goerke dankte ausdrücklich dem damaligen Vorstand der Winzergenossenschaft Stefan Knopf, ohne dessen Unterstützung der Wandertag nicht hätte durchgeführt werden können. Anlässlich des 6. WWW wurden 1993 der Weinlehrpfad und die drei Rundwanderwege eingerichtet. Gleichzeitig wurde die Holztafel am Liverdunplatz eingeweiht. Nach nunmehr 23 Jahren überfordert die Organisation des Weinwandertages die Kräfte des Vereins. Der Musikverein hat sich mit Freude angeboten, den WWW zu übernehmen. Der Vorstand ist davon überzeugt, dass hiermit ein würdiger und kompetenter Nachfolger gefunden wurde.
Neben den ganzjährigen Veranstaltungen sind die Seniorenwanderungen sehr beliebt. Seit 2005 werden aufgrund der Initiative von Hilde Wolf diese Wanderungen auf Weingartner Gemarkung durchgeführt. Organisator dieser Wanderungen war bisher Gerhard Martin, der aus gesundheitlichen Gründen leider nicht mehr weiter machen kann. Unvergessen sind die Wanderabschlüsse in der Jöhlinger Straße. Spontan hat sich Konrad Warga angeboten, die Leitung der Seniorenwanderungen zu übernehmen, so dass diese Veranstaltung nahtlos weitergeführt werden kann.
Auch die Mittwochsradler können auf ein erfolgreiches und unfallfreies Radlerjahr zurückblicken. Ingrid Maier wünscht allen Teilnehmern für 2012 gutes Wetter und keine Blessuren.
Die von Rolf Unselt bei der letzten Hauptversammlung vorgeschlagene Wiederbelebung des Brunnens am Lettenbuckel wurde mit der Gemeinde besprochen. Auf dem Gelände der Carix-Anlage kann der Brunnen nicht angelegt werden, da diese Anlage baulich nicht verändert werden darf. Es besteht aber die Möglichkeit, auf der gegenüberliegenden Seite, oder weiter hinten Richtung Schmalensteinweg, oder bei der Firma Megaforce einen Brunnen zu graben. Die Gemeinde ist bereit, sich hier zu engagieren.
Klaus Goerke dankte Klaus Kleefeldt für seine Bereitschaft, KVV-Wanderungen durchzuführen. Die Wanderung im vergangenen Jahr rund um Weingarten fand große Resonanz bei den Teilnehmern, die zum großen Teil von außerhalb kamen. Sie waren erstaunt, wie schön Weingarten liegt. Die diesjährige Wanderung geht von Ittersbach nach Neuenbürg. Sein weiterer Dank an Klaus Kleefeldt galt der Pflege der Homepage des Vereins, die stets aktuell ist und keine "Ladenhüter" aufweist.
Für das Jahr 2012 sind noch weitere Veranstaltungen geplant: so z.B. die Studienreise an den Lago Maggiore, der Besuch in Ötigheim, die Bezirkssternwanderung zum Naturschutzzentrum Rappenwörth und die 2-tägige Wanderung des Bezirks Albtal auf dem Graf-Rhena-Weg von Herrenalb nach Ettlingen.
Der Wanderwart Reinhold Mangei blickte auf ein unfallfreies Wanderjahr zurück. Die Beteiligung an den einzelnen Veranstaltungen war mit durchschnittlich 40 Personen erfreulich.
Herbert Martin berichtete als Wegewart von den Aktionen im vergangenen Jahr. Zunächst waren die vom Verein aufgestellten Sitzbänke zu suchen und zu bewerten. Zusammen mit Winfried Schöffler wurden die Bänke wieder in einen ordentlichen Zustand versetzt. Für dieses Jahr plant er eine Bestandsaufnahme der Beschilderung des Weinlehrpfads und ggfs. Erneuerung der Schilder.
Die Kassenprüfer bescheinigten dem Rechner wieder eine einwandfreie Buchführung. Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstands konnte mit den Ehrungen der Mitglieder begonnen werden.
So wurde z.B. Richard Reichert für über 50 Wanderungen, Johanna Koch für über 100 Wanderungen ausgezeichnet. Für mehr als 200 Wanderungen nahm für den erkrankten Josef Pangerl seine Frau Maria Pangerl das Präsent entgegen verbunden mit den besten Genesungswünschen (Bild 2).
Traditionsgemäß wurde die Sitzung mit dem Badnerlied beendet.

Bild 1: Großes Interesse für die Jahreshauptversammlung des SWV-Weingarten

Bild 2: Maria Pangerl nimmt stellvertretend für Ihren Mann Josef die Ehrung für mehr als 200 Wanderungen von Reinhold Mangei entgegen.
Monika Möll